Unerwartete Aspekte von Pisa

Wirft man einen Blick auf die klassischen Bucket Lists oder Bücher mit Orten, die man unbedingt einmal gesehen haben sollte, dann kann man mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass auch Pisa mit seinem Schiefen Turm angeführt ist.

Man denkt, so ziemlich alles Wissenswerte über Pisa zu kennen, dass es eine Kleinstadt mit knapp 100.000 Einwohnern am Arno ist und in der Toskana liegt, dass die Stadt zu den italienischen Studentenstädten schlechthin zählt, dass sie einen schiefen Turm hat, aber es gibt auch einige unterwartete Aspekte von Pisa, mit denen man im Vorfeld nicht rechnet und die Urlauber gerne überraschen.

 

Trotz dieses Vorwissens, kommt die Größe, oder vielmehr die Kleinheit der Stadt für viele Besucher unterwartet. Jeder kennt den schiefen Turm, jeder kennt Pisa, und dennoch handelt es sich um eine kleine, handliche Stadt, ohne große Vororte, ohne breiten Speckgürtel, einfach mit einem schlichten Ortsschild, das, gerade noch aus der grünen Landschaft kommend, die Stadt ankündigt. Ja, diese geräumige Größe, die Tatsache, dass man gemütlich durch die Altstadt flanieren kann ohne sich darin zu verlieren, das ist für viele ein unerwarteter Aspekt von Pisa … ebenso wie auch der schiefe Turm, von dem man schon so viel gehört hat, von dem man weiß, dass er jahrelang gesperrt war, dass es sich eigentlich um ein architektonisches Missgeschick handelt, das nun alljährlich so viele Besucher anlockt. Sieht man ihn schließlich zum ersten Mal, so ist man, trotz alles Vorwissens, einfach nur erschrocken, wie schief er tatsächlich ist und wundert sich, wie dieses Bauwerk denn überhaupt stabil stehen kann – ein weiterer unerwarteter Aspekt von Pisa, ebenso wie die Strände knapp außerhalb der Stadt.

 

Hört man das Wort Pisa, so denkt man sicher nicht als Erstes an einen Badeurlaub, an Strand und Meer. Und doch befindet sich gleich außerhalb Stadt ein Naturschutzgebiet mit kilometerlangen Pinienwäldern und wunderschönen, goldgelben Sandstränden. Ein paar sanfte Dünen, Gräser, wild wachsende Blumen, keine Hotelketten weit und breit, einfach nur Natur, ein Strand, begrenzt von Meer und Wald. Und mit ein wenig Glück kann man sogar ein paar Meeresschildkröten beobachten. Auch das ist ein unerwarteter Aspekt von Pisa … und ein sehr, sehr schöner noch dazu!